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Presseverein
Münster-Münsterland e.V.
Im DJV-Landesverband Nordrhein-Westfalen

W E T T B E W E R B

6. Journalistenpreis Münsterland ausgeschrieben

01.02.2010 - Zum sechsten Mal startet der Journalistenpreis Münsterland. Er hat sich zum einem der höchstdotierten Regionalwettbewerbe Deutschlands gemausert. Die Organisatoren wünschen sich, die Rekordbeteiligung der vorigen Runde zu übertrumpfen. Bewerbungen können bis zum 30. April eingereicht werden.

Der Münsterland e.V. zeichnet mit dem Preis alle zwei Jahre herausragende journalistische Arbeiten in allen Medienarten aus. Die Partner des Wettbewerbs, der Exklusiv-Sponsor Sparkasse Münsterland Ost, der Presseverein Münster-Münsterland sowie die Marketinginitiative Münsterland e.V., wollen damit fördern, dass sich Journalisten, die in deutschsprachigen Medien publizieren, mit der Region auseinandersetzen.

Die Arbeiten können aus den Kategorien/Bereichen Kultur/Wissenschaft, Politik, Sport, Wirtschaft/Tourismus der unabhängigen Fachjury vorgelegt werden. Kategorieübergreifend wird bei dieser Wettbewerbsrunde zum zweiten Mal der Bildjournalismus ausgezeichnet. Alle fünf Einzelpreise sind mit jeweils 2.000 Euro dotiert.

Über den 6. Wettbewerb zum Journalistenpreis Münsterland freuen sich Werner Hinse, Markus Schabel und Klaus Ehling.
Über den 6. Wettbewerb zum Journalistenpreis Münsterland freuen sich (v.l.)
Werner Hinse, Markus Schabel und Klaus Ehling.

„Ich freue mich sehr, mit dem Journalistenpreis Münsterland ein bereits etabliertes Marketing-Instrument weiter führen zu können. Aktuelle Untersuchen durch die Westfälische Wilhelms-Universität Münster haben belegt, dass der Wettbewerb problemlos nationalen Vergleichen standhält und auch die Bewerbungszahlen des vergangenen Wettbewerbs sprechen deutlich für sich,“ freut sich Klaus Ehling, Sprecher der Geschäftsführung Münsterland e.V. Für den Wettbewerb um den Journalistenpreis Münsterland vor zwei Jahren hatte es eine Rekordbeteiligung gegeben. Knapp 90 Tage Zeit haben nun Journalisten und Leser journalistischer Arbeiten, die außergewöhnliche journalistische Beiträge über das Münsterland ausgezeichnet sehen möchten, für die Bewerbung.

„Eine leistungsfähige Region braucht guten Journalismus. Er dient den Menschen in und außerhalb der Region als wichtige Orientierungshilfe. Damit ist auch journalistische Qualität ein Standortfaktor, der für die Attraktivität des Münsterlandes spricht“, begründet der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Münsterland Ost, Markus Schabel, die Förderung des Journalistenpreises.

Dass mit diesem Wettbewerb die richtige Richtung gefunden ist, bestätigt der Vorsitzende des Pressevereins Münster-Münsterland, Werner Hinse. Es soll im Münsterland durch den Wettbewerb vermittelt werden, wie wichtig eine funktionierende Medienlandschaft und unabhängig berichtende Journalisten für die Region sind. Hinse: „Wir freuen uns auf viel Qualitätsjournalismus über das Münsterland,“

Für den Journalistenpreis Münsterland 2010 wurde das Bewerbungsverfahren umgestellt. Erstmals können die Unterlagen komplett und ausschließlich online eingereicht werden. Unter www.journalistenpreis-muensterland-2010.de gibt es neben dem Bewerbungsformular weitere Informationen zum Wettbewerb.

T E R M I N

Generalversammlung am 9. März

22.01.2010 - Es wird Zeit für die Bilanz. Die Jahreshauptversammlung des Pressevereins Münster-Münsterland findet am Dienstag, 9. März 2010, im vertrauten Ambiente der Stadtbücherei in Münster statt. Zu der Veranstaltung, die um 20 Uhr im Zeitschriftenlesesaal im Erdgeschoss beginnt, sind alle Mitglieder des Pressevereins eingeladen. In diesem Jahr ist der Vereinsvorstand neu zu bestimmen. Auf der Tagesordnung stehen auch eine Aussprache über die aktuelle Entwicklung in der Medienbranche im Münsterland sowie ein Ausblick auf den Journalistenpreis Münsterland, den der Presseverein zum sechsten Mal mit Münsterland e.V. und der Sparkasse Münsterland-Ost veranstaltet. Ferner wird sich die neue Geschäftsführerin des DJV-Landesverbands, Dr. Anja Zimmer, vorstellen und über aktuelle Fragen des DJV in NRW sprechen.

F O R T B I L D U N G

Konkrete Fragen konkret beantwortet

16.11.2009 - Am Ende hatte das Seminar die Größe, die sich Referentin Constanze Hacke gewünscht hatte. Im Raum Buldern des Jugendgästehauses Münster im Sichtweite des an dem Morgen des 14. November wenig wirtlichen Aasees saßen mit der Kölner Wirtschaftsjournalistin, Dozentin und Moderatorin zehn jüngere Mitglieder des Pressevereins Münster-Münsterland.

Es ging bei dem Modellseminar für junge Journalistinnen und Journalisten, die im Gegensatz zu früheren Generationen ihr Gehalt oder Honorare immer häufiger selbst aushandeln müssen, um zwei Fragen: Was, warum und wie viel steht mir zu? Wie setze ich das durch? Der Pressevereinsvorstand hatte das Tagesseminar organisiert, weil gerade viele junge Berufsanfänger im Journalismus erfahren: Die Zeiten, in denen per se nach Tarif bezahlt wurde, sind vorbei. Und viele sind nicht nur unzureichend darauf vorbereitet, selbst die Konditionen ihrer Arbeit und das Gehalt bzw. Honorare aushandeln zu müssen.

Modellseminar für junge Journalistinnen und Journalisten

Dass diese Annahme des Vorstands stimmt, belegten die Anmeldungen für dieses für die Teilnehmer kostenlose Seminar. Innerhalb von vier Tagen warten alle Plätze des Seminars, in dem Volontäre, junge Redakteure sowie junge Freie JournalistInnen lernen können, wie sie Arbeit und Geld richtig und effektiv aushandeln, ausgebucht. Auch wenn zwei Teilnehmer Opfer von Grippe und Terminen wurden, lernten die anderen Teilnehmer mit Beispielen und Übungen für ihren Arbeitsalltag.

Mit Michael Klehm eröffnete ein Tarifkenner und Jurist des DJV-Bundesverbands aus Bonn das Seminar, erläuterte die journalistischen Tarifverträge, erklärte selbst juristische Details bis hin zu von Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Freien. Mittags übernahm dann Constanze Hacke das Feld. Die Branchenkennerin und Autorin von Fachbüchern zu dem Themenkomplex klärte im Schnell-Durchgang Kalkulation, Finanzen, Honorare, zeigte mit praktischen Übungen wie Journalisten mit Selbstbewusstsein auch ihre Honorare ver- und aushandeln sollten. Die zehn Mitglieder verteilten hinterher durchweg Lob, wenn auch noch nicht für alle Teile des Modell-Seminars, das demnächst von andere Ortsvereinen in Nordrhein-Westfalen angeboten werden könnte. Einer Freien, die dem Seminar die Gesamtnote 2 gab, hatte besonders gefallen, „konkrete Fragen konkret beantwortet zu bekommen.“

T R E F F E N  5 0 P L U S

Charme der Kaiserzeit

16.11.2009 - Der Charme der Kaiserzeit nahm auch die älteren Mitglieder des Pressevereins Münster-Münsterland in Beschlag beim Besuch des Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop. Kaiser Wilhelm II. hatte das Schiffshebewerk mit seiner dominanten technischen Konstruktion am 11. August 1899 ein, dass die 15 Pressevereinsmitglieder zusammen mit ihren Partnern am 11. November besichtigten. Das Warendorfer Pressevereins-Mitglied Adolf Johanterwage hat das jedes Jahr angebotene Jahrestreffen der Pressevereins-Senioren organisiert. Mindestens einmal im Jahr bietet der Presseverein Mitglieder jenseits der Fünfzig ein gemeinsames Treffen an. Beim Treffen in Henrichenburg erläuterte Museumsführerin Daisy Bruchhäuser den Münsterländern bis in die Details die Anlage und die volkswirtschaftliche Bedeutung des Kanalnetzes für das aufstrebende wilhelminische Kaiserreich. Das mächtige kaiserliche Wappen kündet - noch heute unübersehbar und erstklassig restauriert - von dem Stolz auf die technische Leistung und der wirtschaftlichen Notwendigkeit dieser Anlage, die heute eines der acht Industriemuseen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe ist. Die Pressevereinsmitglieder erkundeten das Industriemuseum mit dem gigantischen Schiffsaufzug am Dortmund-Ems-Kanal, interessierten auch die einzigartige Sammlung schwimmender Arbeitsgeräte und historischer Schiffe, die im Vorhafen des Hebewerks liegen.





Fotos von Hans-Peter Leimbach und Werner Hinse

Das Museum zeigt Objekte aus der rund 5.000 Gegenstände umfassenden Sammlung zur Geschichte der Binnenschifffahrt.des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) am Mittwoch, 11. November 2009 erkunden. Nach der Führung wartete im Museum eine Kaffee- und Kuchen-Tafel auf die Besucher, die dann auch reichlich Zeit zum Klönen hatten.

V E R B A N D S T A G  2 0 0 9

Meinungen und Kandidaten und 60 Jahre

16.11.2009 - Die Meinungsfreiheit muss auch für Fußballspieler des FC Bayern München gelten. Auch darum kümmerte sich der DJV-Verbandstag 2009. Denn das forderten die Delegierten des DJV-Verbandstags in Berlin. Zur öffentlichen Meinungsbildung sei es unerlässlich, dass auch Spieler mit ihren Ansichten dazu beitragen könnten. Der FC Bayern und sein Geschäftsführer Uli Hoeneß müssten deshalb ihre Maulkorbpolitik einstellen und Spieler nicht bedrohen, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnähmen. Der Verbandstag 2009 war auch ein besonderes Treffen, zu dem erstmals mit Marc Endres, Sascha Fobbe, Andreas Große Hüttmann, Andrea Hansen, Werner Hinse, und Joseph Humbert sechs Mitglieder des Pressevereins Münster-Münsterland nach Berlin gereist waren.

60 Jahre nach seiner Gründung in Berlin kamen dort vom 8. bis 10. November fast 300 Delegierte aus allen Landesverbänden des Deutschen Journalistenverbands zusammen, um über Anträge und Resolutionen die zukünftige Ausrichtung des DJV mitzubestimmen. Außerdem wurde der Bundesvorstand mit Michael Konken als Vorsitzendem bestätigt. Die stellvertretende Pressevereins-Vorsitzende Sascha Fobbe, die als Beisitzer-Kandidatin für den Bundesvorstand gehandelt worden war, verzichtete auf ihre Kandidatur, die mit mehreren Landesvorstandsmitgliedern im Vorfeld geklärt worden war. In der NRW-Delegiertenversammlung gab es heftige Diskussionen um den Umgang mit Kandidaten.


Fotos von Gabi Schulz und Werner Hinse

Der DJV NRW ist in den nächsten zwei Jahren mit Ulrike Kaiser als zweiter Bundesvorsitzender und Jörg Prostka, dem bisherigen Beisitzer, weiter im Bundesvorstand vertreten. Bei der 60-Jahr-Feier des DJV sprach als Festredner Kulturstaatsminister Bernd Neumann. Die Delegierten forderten auf Antrag unseres Landesverbands die Innenminister der Länder auf, sicherzustellen, dass Journalisten bei Einsätzen der Polizei nicht in ihrer Arbeit behindert werden. Der Kölner Delegierte Frank Überall begründete den Antrag so in Berlin: „Journalisten erleben bei Unglücken und auf Großdemonstrationen immer häufiger polizeiliche Eingriffe in ihre Arbeit und damit in die Pressefreiheit." Weitere Ergebnisse des Verbandstags unter djv.de und djv-nrw.de.

M Ü NS T E R S C H E  Z E I T U N G

B&B als „Doppelspitze“

21.09.2009 - Künftig hat die Münstersche Zeitung (MZ) „eine Doppelspitze“, bestätigte Verlagsleiter Gerd Hildebrandt auf Anfrage. „Eine der bundesweit modernsten Redaktionsstrukturen“ wird gut eineinhalb Jahre nach dem Skandal-Start im Januar 2007 überarbeitet. Der bisherige Chefredakteur, Geschäftsführer und Newsdeskleiter Stefan Bergmann soll vom bisherigen Leiter des zu Ende September dieses Jahres aufgelösten Regio-Newsdesks Emsdetten, Ulrich Breulmann, vertreten und damit entlastet werden. Hildebrandt: „Diese Arbeit ist für einen allein nicht zu schaffen.“

Breulmann wird zum Leiter des Newsdesks in Münster, der „neue Aufgaben dazubekommen“ wird. Auch soll der Newsdesk in Münster personell vergrößert werden, kündigte der Verlagsleiter an. So soll künftig der Online-Auftritt für Münster und das Münsterland komplett in Münster erstellt werden. Breulmann ist bislang Newsdesk-Leiter und Redaktionsleiter der MZ-Lokalausgaben in Steinfurt, Rheine und Neuenkirchen. Davor war er Redaktionsleiter in Rheine. Der bisherige Stellvertreter Bergmanns, Tobias Großekemper, wird künftig in Dortmund als Redakteur arbeiten.

Der Regio-Newsdesk Emsdetten wird nun aufgelöst, und die Münstersche Zeitung im Kreis Steinfurt kehrt weitgehend zu ihrer früheren und nie ganz aufgegebenen Lokalredaktionsstruktur zurück. Betroffen sind von der Auflösung mehrere Redaktionsassistenten in Voll- und Teilzeit wie auch Redakteure, deren Zukunft noch ungewiss ist.

Bei der überfallartigen und bundesweit diskutierten Einführung des Nachrichtentisches der MZ in Münster im Januar 2007 war die komplette MZ-Lokalredaktion durch eine damals klammheimlich unter der Leitung von Bergmann aufgebaute Ersatzredaktion mit jüngeren, und damit preiswerteren Arbeitskräften ersetzt worden (Mehr Infos). Die geschassten Redakteure hatten nach Protesten und monatelangen Verhandlungen Auflösungsverträge unterschrieben und sind heute teilweise frei oder festangestellt tätig, oder betreiben nach einer Transfergesellschaft das Münster-Internetportal echo-muenster.de.

Der Vorgänger von Hildebrandt, Lutz Schumacher, ist längst Chef des Nordkurier in Neubrandenburg und steht erneut im Zentrum eines ebenfalls bundesweit beachteten Redaktionsumbaus. (Mehr Infos hier und hier.)

M Ü NS T E R S C H E  Z E I T U N G

MZ löst Regio-Newsdesk auf

04.09.2009 - Die Münstersche Zeitung wird ihren mit viel Euphorie gestarteten Nachrichtentisch für die Region in Emsdetten Ende September 2009 auflösen. Das bestätigte dessen Leiter Ulrich Breulmann auf Anfrage. Es handele sich bei der Auflösung um eine „betriebs- und firmeninterne Umstrukturierung“, die er nicht öffentlich ausbreiten wolle.

„Für Leser und Kunden wird sich nichts ändern“, erklärte Breulmann, der ähnlich wie sein münsterischer Chefredakteurs-Kollege Stefan Bergmann auch als Geschäftsführer firmiert. Von Emsdetten aus sollten die Lokalausgaben der Münsterschen Zeitung zentral von Editoren am Newsdesk erstellt werden. Die bisherigen Lokalredakteure sollten als Reporter den Inhalt in Text und Bild liefern. Soweit die Planung. Dem Vernehmen nach wurden die MZ-Mitarbeiter am Mittwoch dieser Woche darüber informiert, dass der Newsdesk zum Monatsende aufgelöst wird und die Münstersche Zeitung im Kreis Steinfurt weitgehend zu ihrer früheren und nie ganz aufgegebenen Lokalredaktionsstruktur zurückkehrt.

Welche Folgen die Auflösung für die MZ-Redakteure und Redaktionsassistenten haben wird, dazu wollte Breulmann sich nicht äußern. Mit den „Betroffenen“ würden Gespräche geführt. Offen ist, ob demnächst in Münster am zentralen Newsdesk der Münsterschen Zeitung Aufgaben mitabgearbeitet werden, die bislang in Emsdetten erledigt wurden. Anfragen beim Newsdesk-Leiter und Geschäftsführer in Münster blieben unbeantwortet.

Ob Breulmann nach dem 1. Oktober weiter im Impressum der Münsterschen Zeitung als Redaktionsleiter in Steinfurt, Rheine, Neuenkirchen stehen wird, dazu wollte er sich ebenfalls nicht äußern. Sein „Schicksal“ wolle er nicht öffentlich verhandelt wissen, erklärte Breulmann. Auch zu der Frage, ob damit das Modell eines regionalen Newsdesks im ländlichen Raum gescheitert sei, wollte sich Breulmann nicht äußern.

S O M M E R F E S T  2 0 0 9

Zeit fürs Boßeln und Lillifee

26.08.2009 - Es wurde ein Sommerfest 2009, wie es sich Organisator Andreas Große Hüttmann und der Vorstand des Pressevereins vorgestellt hatten. Sommer gab es, Sonne auch und vor allem Zeit. Zeit zum Boßeln und Klönen auf Pättkes und Landstraßen rund um den Beverland-Komplex am Bahnhof Ostbevern in Schlichtenfelde.


Gespräche und ein kurzweiliges Programm mit begrenzten sportlichen Einlagen für Jung und Alt bot das traditionelle Sommerfest des Pressevereins, das alle zwei Jahre stattfindet. Nach dem Start mit einem gemeinsamen Open-air-Kaffeetrinken gab der junge Gründer des „Hofes Beverland“, Dirk Boll, einen Einblick in sein Event-Unternehmen und das von ihm betriebene und derzeit wohl ungewöhnlichste Hotel der Region. Klar, dass die jungen Besucherinnen auch einen Blick ins Lillifee-Zimmer werfen durften. Das Bootszimmer wie auch die Schlafräume mit Motorradgarage gehörten zu den bestaunten Themenzimmern, die die gut 50 Besucher des Festes in Augenschein nahmen. Anschließend ging es in drei Gruppen auf eine gemeinsame Boßeltour, bervor dann am Abend am Lagerfeuer ein großer Grill bestückt wurde. Mit einem gemeinsamen Abendessen klang das Sommerfest aus, das Gelegenheit bot, die Kontakte untereinander zu pflegen und neue aufzubauen.


J O U R N A L I S T E N P R E I S  2 0 0 8

Zum letzten Mal: Fotoausstellung

26.08.2009 - Zum letzten Mal rückten Preisgekröntes und Macher zur Ausstellungseröffnung im Rahmen des Journalistenpreises 2008 aus. Im Dorfgemeinschaftshaus in Velen-Ramsdorf wurde am 20. August die letzte Münsterland-Station der Ausstellung von preisgekrönten Münsterland-Aufnahmen gemeinsam von Klaus Ehling, Sprecher von Münsterland e.V., Velens Bürgermeister Ralf Groß-Holtick und dem Pressevereinsvorsitzenden Werner Hinse zusammen mit den Fotografen Klaus Bossemeyer (Münster) und Dieter Klein (Nottuln) eröffnet.

Fotoausstellung Journalistenpreis 2008


Die Fotobeiträge zum Journalistenpreis Münsterland 2008 waren für gut ein halbes Jahr auf Tour durch die Region, waren in Münster, Rheine, Borken, Ahlen und dem Flughafen Münster-Osnabrück zu sehen. Nach der breiten und positiven Resonanz auf die neu eingeführte Wettbewerbs-Kategorie „Bildjournalismus" beim Wettbewerbsdurchgang im vorigen Jahr war diese Wander-Fotoausstellung vor den Osterferien auf die Reise gegangen.

Im Mittelpunkt standen dabei die Fotoredakteure und freien Fotografen, die sich mit dem Münsterland in ihrer Arbeit beschäftigen und in die Nominiertenliste des Journalistenpreises 2008 aufgenommen worden waren. Bossemeyer erläuterte in Ramsdorf den Besuchern anhand von seinen eigenen Aufnahmen, welchen Einfluss die Region auf die gezeigten Fotos hatte. Mit der Schau war es dem Presseverein erstmals möglich, an vielen Orten der Region für ein breiteres Verständnis der Arbeit der fotografierenden Kolleginnen und Kollegen zu werben. Die Ausstellung in Velen-Ramsdorf läuft noch bis zum 7. September.

L A N D W I R T S C H A F T S V E R L A G

Verlags-Eigentümer mit Geduld

05.07.2009 - Der Erfolg hat ein Zuhause. Und für deutschsprachige Fachzeitschriften dürfte das derzeit Münster-Hiltrup sein. Dort residiert an der Hülsebrockstraße die Landwirtschaftsverlag GmbH. Und auch die Redaktion von „Landlust“, dem derzeit heißesten Titel des deutschen Zeitschriftenmarkts.

Der Landwirtschaftsverlag war das Ziel einer Exkursion des Pressevereins Münster-Münsterland. Den vielen Fragen der Berufskollegen stellten sich Geschäftsführer Hermann Bimberg sowie der Wochenblatt-Redakteur und DJV-Betriebsrat Gisbert Strotdrees. Zentrale Erkenntnis der Besucher: Die deutsche Landwirtschaft ist ein schrumpfender Markt, die zumeist landwirtschaftlichen Zeitschriften-Titel aus Hiltrup trotzen in der Regel aber dem Trend, steigen in der Auflage. „Ein schöner Trend“, schmunzelt Geschäftsführer Hermann Bimberg.

Auf rund eine Million verkaufte Zeitschriften-Exemplare aus dem Landwirtschaftsverlag verwies denn später am Abend stolz auch Anselm Richard, der stellvertretende Chefredakteur des zentralen und tradionsreichen Titels „Landwirtschaftliches Wochenblatt Westfalen-Lippe“, in einem öffentlichen Vortrag über „(Fach-)Journalismus heute: Land, Lust und Last?“, den die Besucher hörten.

Seit 2005 marschieren „die schönsten Seiten des Landlebens“ in ganz Deutschland voran, brechen eine Auflagenmarke nach der anderen. Im ersten Quartal 2009 lag die IVW-Auflage bei 464.000 Exemplaren. Das erzählt Bimberg in der als westfälische Bauernstube gestalteten Kantine des Verlagskomplexes gerne seinen Besuchern vom Presseverein am Ende einer Führung durch das Verlagsgebäude, das die unterschiedlichen Redaktionen des Verlags beherbergt.

Bimberg vergaß nicht, den Besuchern die Verlagsgeschichte nahezubringen. Demnach fing alles mit dem Satz eines britischen Besatzungsoffiziers an, der 1946 das „Landwirtschaftliche Wochenblatt-Westfalen-Lippe“ begründete.

Pressevereins-Mitglieder besuchen den Landwirtschaftsverlag


Auch wenn die Region heute nur noch rund 38.000 Vollerwerb-Landwirte hat, werden Woche für Woche 65.000 Exemplare per Abo abgesetzt. Wegen der engen Leserblatt-Bindung „müssen die Inhalte Hand und Fuß haben“. Sie sollen und dürfen sich nicht mit Oberflächlichkeiten aufhalten, erklärt Richard das Arbeitsprinzip der Redakteure. Zu dem Wochenblatt „mit den teilweise extrem kritischen und anspruchsvollen Lesern“ gesellte sich 1972 die Zeitschrift „top agrar - das Magazin für moderne Landwirtschaft“. 1989 folgte „profi - Magazin für Agrartechnik“, 2005 schließlich „Landlust“.

Daneben erscheinen diverse Spezialzeitschriften wie „Elite“, „Milchrind“, „SuS - Schweinezucht und Schweinemast“, „Im Garten“ oder „Hof direkt“. In England erscheinen „Profi international“ und in Polen „top agrar polska“ und „tygodnik rolniczy“. In der Schweiz, Österreich. Griechenland, Kasachstan, Russland und Ukraine ist der Landwirtschaftsverlag ebenfalls am Markt. Handelsplattformen im Internet sind ebenso Teil des Verlages wie eine Buchagentur und eine eigenständige, akteull ausgestattete Druckerei. Insgesamt hat der Landwirtschaftsverlag rund 500 Mitarbeiter im In- und Ausland, macht einen Umsatz von rund 70 Millionen Euro (2008) und erzielt „eine angemessene Rendite“ für die drei Eigentümer, den Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband, den Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband und die Stiftung Westfälische Landschaft.

Die Besucher waren beeindruckt von der aktuellen Ausstattung, aber auch der Arbeitsorganisation beim „Wochenblatt“ ohne zentralen Newsdesk und mit herkömmlichen Einzel- und Zweierbüros für die Redakteure, die zumeist Landwirtschaft studiert haben. Vor allem haben sie genügend Zeit zum Recherchieren. Es gebe „keinen übertriebenen Sparzwang“ im Verlag, unterstreichen Bimberg wie auch Richard.

Als Erfolgsgeheimnisse gelten in Hiltrup Beständigkeit, Überschaubarkeit und Brechenbarkeit. Bimberg: „Wir haben Eigentümer, die denken in anderen Zeiträumen.“

Sie haben zwar Geduld, aber begrenzt. Deshalb greifen die Verlagseigentümer auch zu unpopulären Entscheidungen, wie dem Verkauf des Wein-Magazins „Vinum“ zum 1. Juli dieses Jahres. Die simple Erklärung von Bimberg für diesen Schritt: „Es passte nicht zu uns.“

Wolfgang Hornung (1949-2009) - Foto: Joachim Busch

Wolfgang Hornung

1949 – 2009


Obwohl viele von seiner schweren Krankheit wussten, traf die Nachricht von seinem plötzlichen Tod alle bis ins Mark: Wolfgang Hornung, Pressesprecher des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbandes und seit mehr als 25 Jahren Vorstandsmitglied im Presseverein Münster-Münsterland, wurde nur 59 Jahre alt. Sein verschmitztes Lächeln und sein trockener Humor wird bei den Medienschaffenden im Land unvergessen bleiben. Zuverlässigkeit, gepaart mit einem großen Wissensschatz und der Fähigkeit, Kollegen für Themen zu begeistern, zeichnete Hornung aus. Als echter „Meppener Junge“ volontierte der heimatverbundene Hornung bei den Emsland Nachrichten, später wechselte er zu den Westfälischen Nachrichten nach Münster. Hornung, Sohn einer Meppener Feuerwehr-Familie, engagierte sich schon früh für die ehrenamtlichen Helfer. Als Landespressesprecher des Deutschen Feuerwehrverbandes und Redakteur der Zeitschrift „Der Feuerwehrmann“ schaffte es Hornung, den Rettern im Land ein Gesicht in der Öffentlichkeit zu geben.

Bei schweren Unglücken wie der Explosionskatastrophe in Enschede und dem Transrapid-Unfall im Emsland war Hornung als Ansprecherpartner für die Medien dabei. Er gab Interviews, punktgenau formuliert und ohne Schnörkel. Minuten später sah man ihn, wie er einen jungen Feuerwehr-Kameraden tröstete, der mit der schwierigen Einsatzsituation überfordert war.

Nach einer kurzen Zeit als Pressesprecher der Stadt Troisdorf übernahm Hornung 1976 das Amt des Pressesprechers im Sparkassenverband. Seine vielleicht genialste „Erfindung“ war das Presse-Ententurnier. Das legendäre Sommerfest mit Spiel und Spaß für Redaktionsteams und Medienbüros auf einem Münsterland-Bauernhof fand drei Jahrzehnte lang statt und war der wohl beliebteste Kollegentreff in der Region. Hornung blieb trotz allem Engagements immer der bescheidene Kollege, der sich selbst ungern im Rampenlicht sah. Sein ausgeglichenes Wesen machten ihn auch im Deutschen Journalistenverband zu einem stets geschätzten Mitarbeiter. Der Presseverein Münster-Münsterland trauert um einen guten Freund, der in seiner Art einmalig bleiben wird. (Helmut Etzkorn)

G E W E R K S C H A F T S T A G  2 0 0 9

DJV-Politik mitbestimmen

21.04.2009 - Es ist soweit: Am kommenden Samstag, 25. April ist Gewerkschaftstag des DJV Nordrhein-Westfalen in Gelsenkirchen im Hotel Maritim. Beginn ist um 10 Uhr, Einlass und Frühstück um 9 Uhr. Einladungen haben alle Mitglieder erhalten - in der jüngsten JOURNAL-Ausgabe war auch das Programm beigepackt. Mindestens einmal im Jahr lädt der DJV-Landesverband Nordrhein-Westfalen alle Mitglieder zum Gewerkschaftstag ein. Er ist die offene Mitgliederversammlung des DJV-NRW, bei der jedes Mitglied aktiv über die Verbandspolitik mitentscheiden kann. Formal ist der Gewerkschaftstag das höchste Beschlussgremium des Landesverbandes. Im Zwei-Jahres-Rhythmus wählt er - jeweils im Wechsel - den neunköpfigen Landesvorstand und die Mitglieder der zehn Fachausschüsse. Im Maritim-Hotel in Gelsenkirchen stehen in diesem Jahr Vorstandswahlen an. Auch die NRW-Delegierten zum Bundesverbandstag werden jährlich gewählt.

Der Gewerkschaftstag stimmt über den Haushaltsplan ab und legt den Mitgliedsbeitrag fest. Er befasst sich mit den Anträgen und bestimmt damit einen wesentlichen Teil des inhaltlichen Arbeit des DJV-NRW. Über den Gewerkschaftstag können auch Anträge an den Bundesverbandstag "weitergereicht" werden. Nicht zuletzt hat der Gewerkschaftstag auch eine Kontrollfunktion. Denn auf ihm legen die ehrenamtlichen Funktionsträger des DJV-NRW Rechenschaft gegenüber der Basis ab, die sie wählt. Wenn sich beispielsweise eine Berufsgruppe nicht ausreichend vertreten fühlt, haben ihre Mitglieder hier die Möglichkeit, sich persönlich für ihre Belange stark zu machen. Zwischen den Gewerkschaftstagen übernimmt der Gesamtvorstand die Funktion als höchstes Entscheidungsgremium. Um allen Mitgliedern des Pressevereins Münster-Münsterland die Teilnahme zu ermöglichen und die Mitbestimmung im DJV-NRW zu stärken, erstattet der Presseverein die einfache Bahn-Rückfahrkarte nach Gelsenkirchen und unterstützt die Teilnehmer mit 25 Euro Tagesspesen. Allerdings müssen sich Mitglieder dafür auf dem Gewerkschaftstag beim Pressevereins-Vorstand in eine ausliegende Liste eintragen. Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre wird der Journalistentag gegen 16/17 Uhr enden. Umsteigefreie Bahn-Abfahrten ab Münster Hbf um 8:11 / 8:32 / 8:37 Uhr - passend zum Tagungsbeginn.
[ Programm-PDF ]

G E N E R A L V E R S A M M L U N G

„Als Einzelkämpfer ist man verloren!“

17.03.2009 - „Die Krise ist da, der Verfall der Tarifbasis für die Arbeit im Journalismus ist erschreckend!“ Keine guten Botschaften konnte Pressevereins-Vorsitzender Werner Hinse zumindest am Anfang seiner Rede zur Jahreshauptversammlung im Zeitschriftenlesesaal der Stadtbücherei in Münster verkünden. Hinse skizzierte die ernste Lage, die auch am und im Münsterland nicht spurlos vorüber gegangen ist. Hinse: „In der Region gibt es unterschiedliche Einkommenslagen in den Redaktionen, die den Kollegen das Leben schwer machen. Es ist nicht einzusehen, warum junge Kollegen in den neuen Nachrichtenredaktionen zu schlechteren Konditionen arbeiten müssen.“

Hinse appellierte für „mehr Solidarität untereinander“ und kündigte ein Seminar des Pressevereins Münster-Münsterland mit Experten an, die besonders Berufseinsteigern Tipps zu Vertrags- und Gehaltsverhandlungen geben sollen. Hinse: „Ziel ist es, auch Nichtmitgliedern ein konkretes Angebot für ihre berufliche Praxis machen zu können.“ Die Aktion als Beitrag zur Mitgliederwerbung steht unter dem Motto „Als Einzelkämpfer ist man verloren.“ Positiv fiel der Rückblick auf die fünfte Auflage des Journalistenpreises Münsterland aus. 105 Medienschaffende beteiligten sich mit rund 300 Beiträgen am Wettbewerb. Hinse: „Es wurden neue Maßstäbe in Sachen Qualitäts-Journalismus aus der Region und für die Region gesetzt.“ Besonders viel Resonanz fand der erstmals vergebene Preis in der Kategorie „Bildjournalismus“ für Fotoredakteure. Damit sei ein Forum für Fotografen geschaffen worden, in dem ihr Wirken öffentlich gewürdigt werde. Die besten Bilder sind jetzt in einer Wanderausstellung überall in der Region zu sehen und „werben für ein breiteres Verständnis der Arbeit vieler fotografierender Kollegen“. Hinse kündigte für 2010 eine Neuauflage des Journalistenpreises an, mit im Boot sitzen die Sparkasse Münsterland Ost und die neu entstandene Regionalinitiative Münsterland e.V.

Neben dem Engagement der Vorstandsmitglieder in allen Landesgremien des DJV NRW stand der gewerkschaftliche Einsatz im Mittelpunkt der Aktivitäten des rund 400 Mitglieder starken Vereins. Aus erster Hand wurde gemeinsam mit der dju über laufende Tarifverhandlungen informiert. DJV-Landesgeschäftsführerin Heike Lambertus erläuterte, wie Mantel- und Gehaltstarifverträge den Arbeitsalltag der Mitglieder bestimmen und welche Folgen sie für Neuverhandlungen haben können. Ein besonderes Lob ging an Webmaster Thorsten Neuhaus, der den inzwischen bundesweit viel angeklickten Webauftritt des Pressevereins stets aktuell hält. Emsland-Touren für ältere Mitglieder, ein Wandertag durch die Baumberge mit dem Westfälischen Heimatbund und eine amüsante Zeitreise durch die Ausstellung „Orte der Sehnsucht“ im Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte Münster waren weitere Highlights im abgelaufenen Jahr.

Ehrung von Alfred Große Hüttmann bei der Generalversammlung


DJV-Landesvorsitzender Helmut Dahlmann zeichnete den langjährigen Schatzmeister Alfred Große Hüttmann für seinen 40-jährigen Einsatz mit der DJV-Ehrennadel aus (siehe Foto). Auch auf Landesebene habe Große Hüttmann als Finanzexperte die heutige Beitragsstruktur des DJV NRW geprägt. Ebenfalls 40 Jahre dabei ist der frühere Glocke-Redakteur Dieter Schnettler aus Warendorf. Zur „Silbergarde“ des Pressevereins (25 Jahre Mitgliedschaft) zählen nun Dirk Klapsing, Manfred Sietz, Achim Giersberg, Ulrich Hörnemann und Uwe Goerlich.

In diesem Jahr ist u.a. eine „Höhenwanderung“ in Lengerich und ein Sommerfest auf dem Hof Beverland in Ostbevern-Brock geplant. Neben gewerkschaftlichen Veranstaltungen ist an eine Bildungsreise nach Berlin gedacht. (Helmut P. Etzkorn)
[ Protokoll der Generalversammlung herunterladen (PDF) ]

O N L I N E - U M F R A G E

Lage der Freien Journalisten

08.03.2009 - Wie wirkt sich die Wirtschafts- und Finanzkrise auf die freien Journalistinnen und Journalisten aus? Oder ist die Krise bisher nur ein Phantomproblem, wie es manche Politiker und Publizisten meinen? Um gesichertes Datenmaterial für Initiativen gegenüber der Politik zu bekommen, bittet der DJV alle hauptberuflichen freien Journalistinnen und Journalisten um die Teilnahme an der aktuellen Umfrage.

M Ü N S T E R S C H E  Z E I T U N G

Schwarzer Zeitungsfreitag in Münster hat Schule gemacht

18.01.2009 - Der “Fall Münster” hat Schule gemacht. Leider. Nur zwei Jahre nach dem Rauswurf der Lokalredaktion Münster der “Münsterschen Zeitung” am 19. Januar 2007 ist die deutsche Zeitungslandschaft eine andere geworden. Zwei Jahre ist es her, dass der damalige Verlagsgeschäftsführer Lutz Schumacher im Auftrag seines Dortmunder Traditionsverlegers Lambert Lensing-Wolff den 19 Mitarbeitern der Lokalredaktion Münster der “Münsterschen Zeitung” mitteilte, dass sie überflüssig seien, ihre Arbeit ab sofort von einer anderen Firma übernommen werde. Die Stimmung in Münster war aufgeheizt, der soziale Konsens der Stadt schwer gestört. Es folgten zahlreiche Abo-Kündigungen, Aktionen der Gewerkschaften und Betroffenen und über Monate bundesweit Schlagzeilen in regionalen und überregionalen Medien. [Mehr Infos und Terminhinweis]

F R E I E

Infos zum Krankengeld

21.12.2008 - Die Bundesregierung plant, die zum 1. Januar 2009 geplante Streichung des Krankengelds zu stoppen. So sollen unständig Beschäftigte ihren Anspruch auf Krankengeld ab dem ersten Tag behalten. Die Arbeitgeber müssen dafür den normalen Beitragssatz zahlen. Außerdem soll es auch Verbesserungen für hauptberufliche Selbständige geben: Sie erhalten ein Wahlrecht zwischen einer Versicherung zum normalen Beitragssatz von 15,5 Prozent und damit versichertem Krankengeld ab der siebten Woche und einer Versicherung zum ermäßigten Beitragsatz von 14,9 Prozent und der freien Auswahl zwischen Wahltarifen ihrer Kasse. [Weitere Informationen]

P R E S S E A U S W E I S

Antrag jetzt abschicken!

24.11.2008 - Der DJV-Landesverband stellt allen Pressevereins-Mitgliedern - wenn die Voraussetzungen erfüllt sind - kostenlos jedes Jahr den Presseausweis aus. Aber der Ausweis, der auch an nachweislich hauptberufliche Journalisten ohne Mitgliedschaft ausgestellt wird, muss jährlich neu beantragt werden. Das dazu notwendige Formular befindet sich im JOURNAL 5/08 auf Seite 13/14 und natürlich auch im Internet. Ein neues Passfoto ist nur notwendig, wenn der Antragsteller in den letzten beiden Jahren keinen Presseausweis vom DJV-NRW erhalten hat. Für eine schnelle Abwicklung sollten die Anträge jetzt nach Düsseldorf geschickt werden.

5 0 P L U S - T O U R  2 0 0 8

Staunen über Kulturgut Nottbeck

15.11.2008 - Mächtig ins Staunen gerieten die Pressevereins-Mitglieder mit „50plus“ und die Rentner, die am 12. November auf ihrer Jahrestour das Kulturgut Haus Nottbeck besuchten. Nach der Emsland-Tour und dem Treffen in Telgte ging es in diesem Jahr auf das einstige Rittergut, dessen Geschichte sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. [Mehr]

50plus-Tour im Haus Nottbeck

D J V - V E R B A N D S T A G

Tarifpolitik im Mittelpunkt

10.11.2008 - Weit hatten es die 300 Delegierte des DJV zum Versammlungsort für den Verbandstag 2008. Denn der fand vom 3. bis 5. November in Rostock-Warnemünde statt. Zentrales Thema des höchsten DJV-Gremiums war die Tarifpolitik. Die Delegierten – darunter auch der Pressevereinsvorsitzende Werner Hinse und die zweite Vorsitzende sowie Landesvorstandsmitglied Sascha Fobbe – bekräftigten die DJV-Tarifforderung nach einer angemessenen Erhöhung der Gehälter und Honorare der Festen und Freien an Tageszeitungen und Zeitschriften. Solidarisch erklärten sie sich mit den Kolleginnen und Kollegen bei den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe in Nordrhein-Westfalen, die um ihre Arbeitsplätze bangen. Der DJV-Verbandstag forderte die Verleger auf, Outsourcing und Leiharbeit zu beenden und zu den Flächentarifverträgen zurückzukehren. Allerdings sind auch die innerverbandlichen Querelen um den Berlin-Brandenburg-Komplex noch nicht ausgestanden. Während die alten und neuen Berliner sowie der neue Brandenburger Journalistenvereine eine gemeinsame DJV-Vertretung bis zum nächsten Verbandstag 2009 in Berlin anpeilen, versuchten sich die fünf Vertreter des Alt-Brandenburger DJV an Obstruktionspolitik. So wiesen die Delegierten über einen halben Tagungstag hinweg einen Stapel von zum Teil verleumderisch und beleidigend abgefassten Anträgen ab. [Mehr Infos]

A U S Z E I C H N U N G

Rekordverdächtiger Journalistenpreis

Journalistenpreis Münsterland 2008

Die Gewinner des Journalistenpreises zusammen mit der Jury. (Foto: Etzkorn)

01.11.2008 - Eine Rekord-Teilnehmerzahl, mehr Bewertungsklassen und zum krönenden Abschluss auch noch eine festliche Siegerehrung der Superlative: Die fünfte Auflage des Journalistenpreises Münsterland setzte neue Maßstäbe in Sachen Qualitäts-Journalismus aus der Region und für die Region: 105 Medienschaffende beteiligten sich mit rund 300 Beiträgen an der vom Presseverein Münster-Münsterland in Zusammenarbeit mit der Aktion Münsterland und der Sparkasse Münsterland Ost ausgelobten Wettbewerb. [Mehr]

T A R I F V E R H A N D L U N G E N

„Es geht nicht nur um Prozente“

Infoveranstaltung im Ratskeller

30.10.2008 - „Das war mir so in dieser Deutlichkeit nicht bewusst.“ Wer von den (leider nur wenigen) Kolleginnen und Kollegen bei der Informationsveranstaltung im Ratskeller in Münsters guter Stube gedacht hatte, bei der derzeit laufenden Gehaltstarifrunde gehe es nur um eine Lohnsteigerung von x Prozent, der sah sich getäuscht. Der Presseverein sowie die dju in Ver.di hatten als Veranstalter mit Heike Lambertus (Geschäftsführerin DJV NRW) und Dr. Frank Biermann (Vorsitzender dju in ver.di Münsterland) am 22. Oktober zwei kompetente Referenten eingeladen. Die beiden Mitglieder der Verhandlungskommission schilderten, wie die bisherigen Verhandlungen gelaufen sind, welche Stimmungen im Saal, aber auch auf den Fluren herrschen. Heike Lambertus: „Es geht um mehr als ums Gehalt. Es geht um die Zukunft der Pressevielfalt und der Meinungsfreiheit." Die beiden machten in aller Deutlichkeit klar, dass auch der Flächentarifvertrag bei dieser Tarifrunde schon auf dem Spiel stehe. Deutschlands Verlage, denen es nicht schlecht gehe, seien sich uneins angesichts der Herausforderungen der Zukunft für die Printbranche. Nicht wenige von ihnen setzten auf schnelle Rendite und steckten den Kopf in den Sand. Andere redeten von mehr journalistischer Qualität, würden aber die Redaktionen zusammenstreichen.
 
Dass der Manteltarifvertrag zum 31. Dezember gekündigt und damit eine weitere, für die Redakteure vielleicht viel größere Baustelle als nur die Frage nach wie viel Prozent mehr Gehalt eröffnet sei, war den meisten Anwesenden nicht klar. Auch was es gerade für kleinere Verlage bedeute, die es im Münsterland ja (noch) gibt, wenn vielleicht der Flächentarifvertrag kippe, machte Heike Lambertus deutlich. „Umso wichtiger ist es jetzt, dass die Redakteure, die seit vielen Jahren selbst auferlegte und geübte Bescheidenheit aufgeben und sich auch einmal in eigener Sache informieren.“ So wie sie es gelernt hätten, auch einmal im eigenen Interesse den Finger in die Wunde zu legen. Das würden viele Kollegen bei der täglichen Arbeit in anderen, vergleichbaren Bereichen auch beweisen. Für die nahe Zukunft wurde eine weitere Infoveranstaltung im Kreis Steinfurt vorgeschlagen. Ein genauer Termin steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig bekannt gegeben. Jürgen Primus

A U S S T E L L U N G

Presseverein besuchte „Orte der Sehnsucht“

Presseverein besuchte "Orte der Sehnsucht"

Vor dem Start zur Museumsführung „Orte der Sehnsucht“ blieb noch Zeit für ein Foto der „Reiseteilnehmer“ des Pressevereins Münster-Münsterland.

20.10.2008 - „Orte der Sehnsucht“ sind manchmal ganz nah. Das erfuhr der Presseverein Münster-Münsterland bei seinem Besuch der gleichnamigen Ausstellung im Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte in Münster am Domplatz. Organisiert von Vorstandskollegin Claudia Miklis, die auch Pressesprecherin des Museums ist, unternahmen gut zwei Dutzend Mitglieder eine amüsante Zeitreise durch die Ausstellung „Orte der Sehnsucht – Mit Künstlern auf Reisen“. Über 250 Meisterwerke der Kunstgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart aus den großen Museen der Welt galt es zu entdecken. Weil die Künstler anno dazumal noch nicht mit Digitalkameras ausgestattet waren, hielten sie ihre schönsten Reiseerlebnisse mit Pinsel, Farbe und Zeichenstift fest. In der Ausstellung zum Jubiläum „100 Jahre Landesmuseum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe“ werden auch die Auswirkungen der Touren auf das künstlerische Schaffen der Akteure beleuchtet. Ob Dürer in Venedig, Rubens in Rom, Klee in Tunesien, Gauguin auf Tahiti oder van Gogh in Paris: Die imaginäre Weltreise quer durch die Epochen vom Mittelalter bis in die Gegenwart begeisterte die Mitglieder. Für die Kinder wurde zeitgleich ein kunstpädagogischer Museums-Workshop „Bildschöner Samstag: Open Slide – Dias wie damals“ angeboten. Vorsitzender Werner Hinse dankte abschließend Claudia Miklis und dem engagierten Museumspersonal, gemeinsam bescherten sie den Teilnehmern einen unvergesslichen und fast weltumspannenden Museums-Nachmittag mitten in Münster. Die Ausstellung ist noch bis 11. Januar 2009 geöffnet. (hpe)

J O U R N A L I S T E N P R E I S  M Ü N S T E R L A N D

Jury hat entschieden: Liste der Nominierten aufgestellt

Jury des Journalistenpreises Münsterland

15.08.2008 - Die Entscheidung beim Journalistenpreis Münsterland 2008 ist gefallen. Die unabhängige Jury des Wettbewerbs (Foto) hat sich für die besten Arbeiten in fünf Kategorien entschieden. Die 25 Namen werden jetzt veröffentlicht. Wer den ersten Preis in jeder Kategorie erhält, wird erst zur Preisverleihung Ende Oktober in Münster bekannt gegeben.

Markus Schabel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Münsterland Ost, sieht angesichts der journalistischen Qualität der vorliegenden Arbeiten die Leistungsfähigkeit der Region Münsterland deutlich herausgearbeitet. Auch Hans-Ulrich Frank, Geschäftsführer der Aktion Münsterland, unterstreicht die positive Entwicklung des Wettbewerbs. Besonders erfreut zeigt sich Frank darüber, dass gegenüber den Vorjahren noch einmal die bundesweite Beteiligung in allen Medienarten deutlich gesteigert werden konnte. 306 Einzelbeiträge wurden eingereicht, intensiv geprüft und bewertet. Die Juroren hatten „wahre Berge“ zu bewältigen. Doch die Qualität der Arbeiten, meint Werner Hinse, Vorsitzender des Pressevereins, habe trotz der Anstrengung eine große Befriedigung ausgelöst und der journalistische Anspruch habe sich in diesem Wettbewerb enorm gesteigert. Den Bewerbungen könne ein gesteigertes journalistisches Niveau bescheinigt werden.

Folgende 25 Arbeiten wurden von der Jury für den Journalistenpreis 2008 nominiert:

Kategorie Wirtschaft
Christian Boedding – „Korn bleibt immer oben“
Wolfgang Halberscheidt und Stefan Clauser – „Stattwurst der Woche“
Dr. Claus Hecking – Sozial muss es heißen!
Sebastian Stricker – Neuer Anfang auf der alten Zeche
Cäcilia van Eck – „Brot oder Strom – Entbrennt der Kampf um die Ackerflächen?“

Kategorie Wissenschaft
Michael Billig – Hygiene unterm Hakenkreuz / Der dunkle Fleck der Uni
Ralf Birkhan – Denn sie wissen nicht, was er tut
Annette Kessen – Der Sisyphos der Stammzellen – Unterwegs mit Prof. Hans Schöler
Thomas Mense – Ehrendoktorwürde für den Dalai Lama
Elmar Ries – Forschen im Grenzbereich

Kategorie Kultur
Nicole Albers – Coming Out – Ich steh auf Frauen, na und?
Martin Kalitschke – „Menschen von Morgen“
Hannah Meloh – Skulptur-Projekte: 30 Jahre
Thomas Mense – Skulpturprojekte 2007
Dr. Hendrik Werner – Die Gedanken sind frei. „Bibliothek des Jahres“

Kategorie Tourismus
Astrid Beckmann – Geschichten entlang des Ems-Auen-Weg
Dr. Angelika Gördes-Giesen und Norma Rehmann – Kaffee, Kuchen und Co. – eine Kuchentour durchs Münsterland
Matthias Menne – Skulpturprojekte 2007
Michael Nieberg – Fahrradpolizei Münster
Gisbert Strotdrees u. Christoph Mörstedt – Reiten ohne Hürden / unterwegs mit dem Rollfiets

Kategorie Bildjournalismus
Klaus Bossemeyer – Liebfrauenkirche Überwasser/Diözesanbibliothek
Jürgen Peperhowe – Dalai Lama
Jean-Marie Tronquet – Eine Art Familientreffen
Oliver Werner – Bischof Lettmann
Heiner Witte – Toilettenteam

Zur Preisverleihung am 31. Oktober in Münster werden alle Mitglieder des Pressevereins noch eingeladen. [Infos zum Wettbewerb auch unter
www.aktion-muensterland.de]

Wer bislang noch keine aktuellen Informationen
des Pressevereins per E-Mail erhält, kann dies ändern:
Eine kurze Info an die Adresse
newsletter [at] presseverein-muenster-muensterland.de
genügt!

Letztes Update: 01.02.2010

Sitz der Geschäftsstelle:
Schriftführer Hans-Peter Leimbach
c/o Rheinisch-Westfälischer Genossenschaftsverband
Mecklenbecker Straße 235-239
48163 Münster